Veni, vidi, vici – ein 2:1 Auswärtssieg gegen Rebenland und ein ganz besonderer Torschütze

Er kam, sah und traf – das Überraschungscomeback des Matej Vracko

Eigentlich ist es fast zu kitschig um wahr zu sein. Da stehen dem SVG in der 24. Runde der Meisterschaft gerade noch 12 Spieler zur Verfügung, da zusätzlich zu den bereits bekannten 6 Verletzten bzw. Gesperrten heute auch noch Aljaz Naglic ausfällt. Selbstredend, dass bei diesem 12-Mann Kader auch der Ersatztorhüter eingerechnet ist, wodurch sich die Aufstellung eigentlich von selbst ergibt. 

Da sich heute aufgrund der eben angesprochenen mehr als nur angespannten Personalsituation aber sogar Trainer Jochen Zadravec neben dem nach seiner Verletzung noch immer nicht ganz schmerzfreien Maximilian Debelak auf die Bank setzt und Matej Vracko nach seiner äußerst schweren Verletzung Mitte dieser Woche ein Sensationscomeback im Training und eben heute von Beginn weg in der Startformation des SVU Tondach Gleinstätten feiert, steht man plötzlich vor dem (Achtung, Ironie) „Luxusproblem“ von 3 Wechselspielern.

Trainer Joachen Zadravec und Tormanntrainer Peter Lukan bieten in diesem Derby Mathias Johs erstmalig von Beginn weg als Torhüter auf und beweisen damit einen guten Riecher, da dieser seine Sache ausgezeichnet und äußerst abgebrüht löst.

Bei sommerlichen Temperaturen kommt dieses Spiel erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit ein wenig in Fahrt, da ein Fallrückzieher von Patrik Narath aber am Tor vorbei geht und ein Kopfball von Matej Vracko nur an die Latte klatscht, geht es auch mit einem 0:0 in die Pause.

Nach der Halbzeit ändert sich zunächst wenig an diesem Spiel auf mäßigem Niveau, ehe der SVG eine viertel Stunde vor Schluss mit dem 1:0 durch Alexander Oswald zum Handeln gezwungen wird, nun deutlich mehr für dieses Spiel macht und für diese Bemühungen schließlich auch belohnt wird:

Matej Vracko ist es, der Hollywood like für den Auftakt zu einem finalen happy end sorgt, in der 78. Minute zwei Gegenspieler am 16er stehen lässt und den Ball unter starker Mithilfe des gegnerischen Torhüters zum 1:1 in das Eckige haut. 

Weitere acht Minuten später sagt Thomas Anhell nach schöner Vorlage von Paul Krizanac danke, trifft zum 1:2, das gleichzeitig den Endstand bedeutet und dreht damit dieses Spiel.

Fazit: In einem Spiel auf mäßigem Niveau hat der SVG das bessere Ende für sich und darf sich über nicht unverdiente 3 Punkte freuen, die umso schwerer wiegen, je öfter man sich die heutigen Ausfälle des SVG vor Augen führt. Dass dabei ausgerechnet der noch vor kurzem schwerst verletzte Matej Vracko mit seinem Ausgleichstreffer die Wende einleitet, ist fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Bravo Burschen, weiter so!