U12: Starke Leistung und dennoch verloren oder: Wenn Viren und Bakterien zum Spielverderber werden

Die tolle Moral einer stark ersatzgeschwächten U12 wird leider nicht belohnt

Was war das für eine Woche! Mit jedem Tag kamen neue Hiobsbotschaften hinzu, meldeten sich weitere Kinder krank, sodass beim gestrigen Abschlusstraining nur mehr ein kleiner Haufen von gerade mal 6 wackeren Recken (von 14) am Sportplatz zu finden war. 

Und so stockte man am heutigen Tag einen stark dezimierten Kader, bei dem gleich 5(!) von 9 Spielern aus der Startformation krankheitsbedingt nicht dabei sein konnten, mit zwei 9- sowie einem 8-jährigen Spieler aus der U10 auf, musste knapp vor Spielbeginn allerdings auch noch seinen Stammtorhüter vorgeben, der sich beim Aufwärmen verletzte. Gute Besserung an dieser Stelle all unseren Spielern!

Doch unsere Jungs ließen sich auch von diesen Vorzeichen nicht beeindrucken, probierten, kämpften, sammelten erste größere Erfahrungen in einer für sie noch ungewohnten höheren Altersklasse und gingen am heutigen Tag an und teilweise sogar über ihr Limit.

Da machte es dann auch nichts, dass man angesichts dieser großen Personalprobleme den Platz mit einer 3:6 Niederlage verlassen musste, einfach, weil jeder alles gegeben und alles probiert hat. Was hier heute ohne diese natürlich nicht verkraftbare Flut an Ausfällen angesichts der gezeigten Leistung alles möglich gewesen wären, kann man daher nur erahnen.

Wir sind jedenfalls sehr stolz auf euch und freuen uns schon auf das nächste Wochenende!

Bravo Kinder und weiter so!

P.S. Eine Anmerkungen in eigener Sache. Dass man als Trainer oder Betreuer Vorbildwirkung hat und dementsprechend Entscheidungen des Schiedsrichters auch nicht lautstark von der Bank aus kritisieren sollte, das ist mir klar und das ist auch etwas, das eine absolute Ausnahme darstellt. Auf der anderen Seite möchte ich nach einer Spielleitung wie der heutigen auch an den Verband appellieren, gerade von Schiedsrichtern, die im Jugendbereich eingesetzt werden, ein Mindestmaß an Regelkundigkeit einzufordern und diese ähnlich wie bei Schiedsrichtern für Spiele der Kampfmannschaften auch regelmäßig und vor Ort zu überprüfen.

Klar, dass auch Schiedsrichter Fehler machen dürfen. Und so wird man als Trainer wohl auch nur selten ein Wort über eine Abseitsentscheidung verlieren. Zig-fach (und das ohne Übertreibung) nicht geahndete falsch ausgeführte Out – Einwürfe, keine Schiedsrichterbälle nach Ablenkung durch den Schiedsrichter mit daraus folgendem Gegenangriff, klar ersichtliche falsche Elfmeterentscheidungen aus einer Entfernung von 20, 25 Metern oder die Tatsache, dass der Großteil aller heute gesehenen Entscheidungen aus großer Entfernung zum Spielgeschehen gefällt wurden, machen es allerdings schwer bis unmöglich, Verständnis für die sicher nicht immer einfachen Aufgaben eines Schiedsrichters aufzubringen und ein solches auch von den Kindern einzufordern.

Wie das auch anders geht, das zeigen junge Schiedsrichter wie Franz Pachernegg oder auch Urgesteine wie Karl Fuchs oder Peppi Riegelnegg. Schiedsrichter mit großer Freude an der Arbeit mit Kindern, mit Fingerspitzengefühl, regelkundig und ständig auf Ballhöhe. Ein Anspruch, den man an alle Schiedsrichter stellen sollte. Auch oder gerade im Kinder- und Jugendbereich!